Welche Profile sind für die Wand und welche für das Dach geeignet?

Prinzipiell sind fast alle Profile für Wand und Dach geeignet. Der hauptsächliche Unterschied liegt in der Verarbeitung des Materials. Da die Bleche verschiedene Beschichtungen auf Ober- und Unterseite aufweisen, wird das Blech lediglich “andersherum“ in der Maschine verarbeitet.

Letztlich liegt der Unterschied in der Optik. Ein positiv ausgewalztes Profil hat als Sichtseite (Farbbeschichtung nach oben) die breite Fläche, das sogenannte Tal und wird an der Wand montiert. Dies hat den Vorteil, dass die Fassade dadurch optisch harmonischer erscheint und darüber hinaus bei einer möglicherweise vollflächigen Unterkonstruktion einen breiteren Lufteinschluß und somit eine kleine Dämmung erzeugt.

Selbstverständlich könnte hier auch ein negativ gewalztes Profil verwendet werden, sieht aber nicht so harmonisch aus und schließt auch weniger Luft ein. „Dann kann ich ja gleich ein flaches Blech montieren, wenn es optisch glatter und harmonischer aussieht“ sagte mal ein Kunde. Das ist grundsätzlich korrekt. Aber haben Sie mal versucht ein flaches Blech von 5m Länge und 1,2m Breite zu montieren? Sie können es kaum oder nur mit viel Aufwand gerade halten, geschweige denn montieren. Schneller geht es da mit profilierten Blechen.

Für das Dach empfiehlt sich das Negativprofil nicht wegen der Optik, sondern wegen dem Sickenabstand, dem Wasserlauf. Der breitere Wasserlauf lässt entsprechend das Wasser besser abfließen, Laub und ähnliches setzt sich nicht so schnell fest und kann damit seiner Funktion als Dacheindeckung vollends gerecht werden.  Ein Wandprofil ließe sich nicht ausreichend Überlappen, weshalb Sie immer mit Undichtigkeiten zu kämpfen haben.