Dachaufbau für Handwerker einfach erklärt

Bestandteile eines Daches

 

Dachaufbau

 

 

 

1. Ortgang

Der Ortgang ist der Seitenabschluss an der Giebelseite von einem Dach. Dieser Bereich sollte besonders vor Regen und weiteren äußeren Einflüssen geschützt werden, damit die Dachkonstruktion darunter nicht angegriffen wird. Der Ortgang ist eine Verbindung zwischen der Traufe und dem First.


2. Traufe

Die Traufe wird auch Tropfkante genannt. Sie bezeichnet die tiefste Kante einer Dachfläche an der das Regenwasser vom Dach abfließt. Bei den meisten Bauten ist die Traufe parallel zum First. In dem Zusammenhang mit ihr wirs auch oft der Begriff Traufhöhe genannt. Damit wird die Höhe zwischen dem Boden und dem Punkt des Abtropfens an der Traufe bezeichnet. An ihr schließt meistens eine Dachrinne an, um das Dach zu entwässern.


3. First

Der Dachfirst ist die waagerechte, obere Kante am Abschluß des Daches. Der First ist die Schnittstelle zwischen den Dachflächen. Bei einem Sattel- oder Steildach ist dies auch der höchste Punkt des Daches. Der First wird oftmals für Verzierungen oder Dachfiguren genutzt.


4. Kamin

Der Kamin oder Schornstein ist eine Verkleidung auf dem Dach durch den Rauchgase in die Außenwelt geführt werden.

 

5. Grat

Der Dachgrat ist die Außenkante an zwei aneinanderstoßende Dachflächen. Ein Verfallgrat verläuft von einem höheren zu einem niedriegeren First.

 

6. Kehle

Die Kehle ist im Gegensatz zu dem Dachgrat der Innenwinkel bei zwei aneinanderstoßenden Dachflächen.

 

7. Dachfenster

Ein Dachfenster bringt Licht in einen Wohnraum und bietet die Möglichkeit zum Lüften/Luftzirkulation.

 

8. Krüppelwalm

Bei einem Krüppelwalmdach ist an einer oder beiden Giebelseiten die Schräge nur zu einem Teil angelegt. Hierbei ist die Traufe der Krüppelwam höher als die Haupttraufe. Ein anderer Begriff ist Schopfwalm oder Halbwalm.

 


9. Wandanschluss

Der Wandanschluss ist die Verbindung eines Daches, das an eine Wand angrenzt.

 

 

10. Pult

Bei einem Pultdach gibt es nur eine schräge Dachfläche, die eine Neigung besitzt. Bei dieser Art des Daches ist die untere Kante die Traufe und die obere Kante ist der First. An den Seiten ist jeweils wieder ein Ortgang.

 

 

11. Pultfläche

Die Pultfläche ist die geneigte Dachfläche an einem Pultdach.

 

Zahlreiche dieser beschriebenen Produkte können bei Nordbleche als Fertigteil oder maßgeschneidertes farbliches Kantteil hergestellt werden.

Welche verschiedenen Dacharten gibt es?

Manch ein Kunde ist erstmal sprachlos, wird er vom Verkäufer bei Nordbleche gefragt, was er dann für ein Dach habe oder bauen wolle. Ein Flachdach kannte bisher jeder, beim Satteldach wird es da schon deutlich weniger, beim Pultdach wissen es noch weniger.. Aber das ist ja auch nicht schlimm, dafür ist der Profilblech Verkäufer ja auch da, wenn es um das korrekte Trapezblech oder Dachpfannenprofil geht, auch über die Grundvoraussetzungen welche freitragende Eigenschaften erforderlich sind usw.

 

 

 

 Erklärung der Dacharten

 

Einfaches CMYK

Bei einem Pultdach gibt es nur eine schräge Dachfläche, die eine Neigung besitzt. Bei dieser Art des Daches ist die untere Kante die Traufe und die obere Kante ist der First. An den Seiten ist jeweils wieder ein Ortgang.

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Bogendach

Ein Bogendach ähnelt sehr einem Tonnendach. Allerdings ist bei einem Tonnendach ein höherer wölbungswinkel. Ein Bogendach wird meistens aus Blech gefertigt, das vorher bereits gebogen wurde. Ein Vorteil vom Bogenblech ist es, dass es aufgrund der verkürzten Schrägen einen größeren Ausbau und größere Wohnfläche gibt.

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Dieses Dach ähnelt den Flügeln eines Schmetterlings. Es ist die Spiegelung eines eines Satteldaches. Es hat zwei parallele Firsteund eine Kehle in der Mitte. In dieser Kehle liegt auch die Problematik von dem Schmetterlingsdach. Bei starkem Regen oder Schnee sammelt sich alles in der Rinne und muss über die beiden Schmalseiten abgeführt werden. Deshalb wird diese Form des Daches bei Wohngebäuden eher selten genutzt.

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Bei einem Tonnendach enden die Giebelseiten in einem Bogen. Dieses Dach hat einen höheren Wölbungswinkel als ein Bogendach.

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Bei dieser Dachart gibt es neben dem Hauptdach noch einen zusätzlichen Dachausbau, den man Zwerchdach oder Zwerchgiebel nennt. Ein weiterer häufig verwendeter Begriff hierfür ist Dacherker.

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Bei einem Satteldach treffen die zwei Dachhälften oben am First zusammen. Wegen der hohen Neigung ist es bei dieser gängigen Dachform einfach das Regenwasser abzuführen.

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Bei einem Zeltdach laufen die Dachfläche alle mit der selben Neigung spitz nach oben zusammen. Da diese Dachform häufig bei Türmen verwendet wurde, nennt man sie auch Turmdach.

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Das Walmdach ähnelt dem Satteldach. Hierbei laufen die Giebelseiten jedoch etwas schräg zurück und trffen so auf den First. Folglich ist der First auch kürzer als bei einem satteldach

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Ein Grabendach erkennt man daran, dass die Dachflächen immer zick-zack-förmig auf- und absteigen. Der untere Punkt an dem die Dachflächen aufeinander treffen, nennt mans Graben. Meistens ist diese Dachform von außen nicht erkennbar, da ein Blendgiebel dies verdeckt.

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Das Mansarddach weist einen Knick, der die Dachflächen in zwei Bereiche trennt. Das liegt daran, dass die Dachflächen verschiedene Neigungswinkel haben. Der Bereich direkt unter dem Dach kann also auch als Wohnbereich genutzt werden.

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Bei dieser Dachform werden meist mehrere Pultdächer aneinander gereiht. die senkrechte Seite ist dabei meist aus Glas und nach Norden ausgerichtet, um das näturliche Licht einzufangen.

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Bei einem Schleppdach wird das Hauptdach durch eine Dachfläche erweitert. Meistens ist dies ein Anbau, der das Dach dann verlängert.

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Bei einem Krüppelwalmdach ist an einer oder beiden Giebelseiten die Schräge nur zu einem Teil angelegt. Hierbei ist die Traufe der Krüppelwam höher als die Haupttraufe. Ein anderer Begriff ist Schopfwalm oder Halbwalm.

 

 

 

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